Was ist grün am Donnerstag?

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Die Bezeichnung „Gründonnerstag“ für den Donnerstag der Karwoche stammt aus dem 15. Jahrhundert oder sogar aus deutlich früherer Zeit. Beschränkt ist er im Wesentlichen auf das deutsche Sprachgebiet. Allerdings findet man für diesen Tag selbst dort unterschiedliche Bezeichnungen. Man weiß also nicht wirklich, wo der Name herkommt. Es gibt allerdings verschiedene Herleitungen.

Bedeutungsansätze

Eine bezieht sich darauf, dass früher am Gründonnerstag besonderes Gemüse oder grüne Kräuter gegessen wurden. Oftmals fand an diesem Tag auch die erste Frühlingsaussaat statt. Eine andere erklärt den Namen mit den Virides („die Grünen“). Das waren Büßer, die am Tag des Kirchenbußerlasses, so wie im Lukas Evangelium beschrieben, vom vertrockneten Holz wieder zum lebendigen, grünen Holz der Kirche wurden. Zu ihrem weißen Büßergewand sollen sie ein grünes Schultertuch getragen haben. Vielfach leitet man den Gründonnerstag aus dem mittelhochdeutschen Wort „Greinen“ (winseln, weinen) ab.

Was geschieht?

Viel wichtiger als der Name ist aber sicherlich der Inhalt des Festes. Der Gründonnerstag gilt in den christlichen Kirchen als der Tag der Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst und der Erinnerung an das letzte Abendmahl. Mit dem Abend des Gründonnerstags beginnen die drei österlichen Tage von Karfreitag bis Ostersonntag.

In der Katholischen Kirche werden Heilige Messen vom letzten Abendmahl gefeiert. Frühester Beginn ist 16 Uhr, spätester Beginn 20 Uhr. Während des Glorias läuten alle Glocken; danach schweigen die Glocken bis zum Gloria der Osternacht.

In der Evangelischen Kirche wird der Gründonnerstag mit einem abendlichen Abendmahlsgottesdienst begangen. Dieser Gottesdienst wird in vielen Gemeinden besonders ausgestaltet.

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