Mehr Verbindendes als Trennendes

(EKvW/wukomm) Zum Start der römischen Etappe des Europäischen Stationenweges zum 500-jährigen Reformationsjubiläum hat Papst Franziskus die Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, begrüßt.

Ökumenisches Zeichen

„Eure Station in Rom ist ein bedeutsames ökumenisches Zeichen, das die Gemeinschaft unter uns, die durch den Dialogprozess in den vergangenen Jahrzehnten erreicht worden ist, zum Ausdruck bringt“, sagte der Papst. „Im Geist des gemeinsamen Reformationsgedächtnisses schauen wir mehr auf das, was uns verbindet, als auf das, was uns trennt. So lasst uns unseren Weg gemeinsam fortsetzen, um unsere Gemeinschaft zu vertiefen und ihr eine immer sichtbarere Form zu geben.“

Stadt mit lebendiger Ökumene

Als stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Annette Kurschus in Rom eine Etappe des Europäischen Stationenweges eröffnet. „Rom ist eine ganz besondere Station auf diesem Weg“, erklärte Annette Kurschus. Denn Rom sei nicht nur die Welthauptstadt des Katholizismus, sondern auch eine Stadt mit lebendiger Ökumene und durchaus protestantischer Tradition, so die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).

Der Europäische Stationenweg

Der Europäische Stationenweg führte im November durch Minden und kommt im Mai 2017 in Mitteldeutschland an. Städte in den Niederlanden und in Ungarn, in Slowenien und Irland werden ebenso angefahren wie Rom, Augsburg, Worms und die Wartburg. In Wittenberg mündet der Weg in die Weltausstellung Reformation. 36 Stunden lang wird jeweils Stationgemacht: Regionale und ökumenische Partner laden zu einem Fest mit zahlreichen Veranstaltungen ein, um lokale Beziehungen zur Geschichte der Reformation aufzudecken.

 

Foto (EKvW/ Siciliani/Osservatore Romano): Papst Franziskus begrüßt Präses Annette Kurschus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.