Marienmonat Mai

Die Katholische Kirche feiert den Monat Mai als „Marienmonat“. In ihm steht die besondere Verehrung der Mutter Gottes im Mittelpunkt. Ausdruck wird dem durch zahlreiche Maiandachten verliehen.

Erste Anzeichen einer Verehrung Marias, neben der vorrangigen Wertschätzung für Märtyrer und Asketen gab es wohl ab dem 2. Jahrhundert. Einige der apokryphen Schriften der frühchristlichen Zeit spiegeln dies wieder. Apokryphen sind solche Schriften, die von der Kirche nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen wurden.

Nachdem das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion erhoben wurde, erhielt die Verehrung der Märtyrer, wie auch die Verehrung Mariens zunehmende Bedeutung. Nach dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 n. Chr. wuchs diese Wertschätzung zunehmend. Das hing sicher auch damit zusammen, dass das Konzil Maria als „Gottesgebärerin“ definierte und dies zum Dogma erhoben wurde.

Der Begriff „Gottesgebärerin“ oder „Gottesmutter“ sollte vor allem aber die göttliche Natur Jesu als „wahrer Mensch und wahrer Gott“ klarstellen

Im sechsten und siebten Jahrhundert entstanden die ersten Marienfeste und -gebete, wie das „Ave Maria“. Die hervorgehobene Stellung Marias ermöglichte bei der Missionierung die Umdeutung bereits vorhandener Muttergottheiten zur christlichen Gottesmutter. Dis zeigt sich in vielen frühchristlichen Ikonografien.

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