Goldenes Kreuz aus vielen hundert Kreuzen

(Bistum Essen/wukomm) Der bereits zum dritten Mal ausgelobte „ars liturgica“-Preis hat das Ziel, zeitgenössische Gestaltungsformen von Sakralobjekten zu fördern. Jetzt überreichten Vertreter des Bistums Essen dem Berliner Künstler Peter Sandhaus die Urkunde für den ersten Preis im diesjährigen Wettbewerb.

Vortragekreuz in Frintrop

Er gestaltete ein Kreuz aus hunderten kleiner goldener Kreuze. In den Gottesdiensten der Kirchengemeinde St. Josef in Essen-Frintrop wird es als Vortragekreuz genutzt. Es entstand durch 3D-Drucktechnik und besteht aus 2015 kleinen Einzelkreuzen, die zu einem dreidimensionalen Netz verbunden sind. Die Liturgiereferentin des Bistum Essen, Nicole Stockhoff, und der Bischöfliche Beauftragte für Kirche und Kunst, Herbert Fendrich, haben Sandhaus in dessen Berliner Atelier seine Urkunde überreicht. Durch eine aufwändige Vergoldung entfaltet das außergewöhnliche Kreuz einen Glanz, der die christliche Hoffnung auf Leben in symbolischer Weise in Szene setzt, erläutern Stockhoff und Fendrich: „In dieser Harmonie von Vielfalt und Einheit können wir uns darin erinnern lassen, dass viele Christinnen und Christen zusammen den ,Leib Christi‘ bilden, den wir als kleine und große Gemeinschaften in Gemeinde, Pfarrei und Kirche in dieser Welt sichtbar werden lassen“. Deshalb sei das Kreuz ein Zeichen eines froh machenden und ermutigenden Glaubens – nichts was niederdrückt, klein macht oder schwer auf den Menschen laste.

Acht Juroren

Im diesjährigen Wettbewerb wurden etwa 140 Beiträge aus fünf Nationen eingereicht und von einer achtköpfigen Jury beurteilt.

 

Foto: Walter Wetzler | Bistum Essen

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