„Erwartung vor Gott legen“

(Bistum Münster/wukomm) Bei einer von der Schönstattbewegung organisierten Feier im Münsteraner Paulusdom segnete Weihbischof Stefan Zekorn Frauen und Familien, die ein Kind erwarten.

In seiner Predigt nahm Zekorn die Erwartung in den Blick. Dazu lud er die Anwesenden ein, mit ihm eine Abbildung des Gemäldes „Briefleserin in Blau“ von Jan Vermeer zu betrachten. Ebenso wie das zuvor gehörte Evangelium von der Verkündigung des Engels an Maria schildere das Bild Erwartung, allerdings eine offene Erwartung, in die sich auch Fragen mischten. „Es ist schön und es stärkt, eine solche Erwartung teilen zu dürfen“, sagte Zekorn, „am Ende ist aber jeder in seiner Erwartung auch ein Stück allein, weil er oder sie sie individuell erlebt.“ Das gelte auch für werdende Eltern: Die Mutter erlebe die Zeit vor der Geburt anders als der Vater.

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Weite Perspektiven

„Darum haben wir uns heute versammelt: damit Sie Ihre Erwartung miteinander teilen und sie vor Gott bringen können“, erklärte der Weihbischof, „denn wenn man Erwartungen vor Gott bringt, eröffnen sich weite Perspektiven über den eigenen Horizont hinaus. Wenn Sie die Erwartung Ihres Kindes vor Gott legen, kann er alles bewirken, was Ihre menschliche Liebe allein nicht bewirken kann, weil sie bei aller Stärke eine endliche Liebe ist.“ Gott könne alles zum Guten führen, wenn man ihm vertraue. Das solle der Segen zum Ausdruck bringen und erbitten.
Foto (Anke Lucht / Bischöfliche Pressestelle): Einzeln segnete Weihbischof Stefan Zekorn die werdenden Eltern.   

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